Von Jubilar zu Jubilar

Helen Britton, Unheimlich, Galerie Spektrum, 2014. Foto Jürgen Eickhoff, tentoonstelling, interieur
Helen Britton, Unheimlich, Galerie Spektrum, 2014. Foto Jürgen Eickhoff, tentoonstelling, interieur
Helen Britton, Unheimlich, Galerie Spektrum, 2014. Foto met dank aan Jürgen Eickhoff©

Von Jubilar zu Jubilar
Liebe Esther,

Glückwunsch für fünf Jahre durchhalten, Engagement, Enthusiasmus und alle guten Wünsche für die nächsten fünf!

Letzten November hatte die Galerie Spektrum ihr 40-jähriges Bestehen gefeiert mit einer Ausstellung von Marianne Schliwinski und Jürgen Eickhoff.

1981 im November eröffneten wir mit jugendlichem Elan und der entsprechenden Unvoreingenommenheit die Galerie Spektrum in München, in der Türkenstraße 96.

Hatten wir im ersten Jahr, neben Schmuck auch Keramik, Glas und Papier ausgestellt, so hat sich schnell herausgefiltert, dass unser Interesse und know how im Bereich des zeitgenössischen Schmucks liegt.

Besonderheiten und Wünsche herauskristallisiert
Mit den ersten Monaten und Jahren wurden wir mit der Materie “Galerie” vertrauter und es haben sich für uns einige Besonderheiten und Wünsche für die Galeriearbeit herauskristallisiert.

Es fiel uns auf, dass es damals nur wenige Dokumentationen über Schmuck und Ausstellung von zeitgenössischem Schmuck gab. So entstand unser erster kleiner Katalog zu der Ausstellung Schmuck aus den Niederlanden in 1982. Im selben Jahr gründeten wir einen Verlag für diesen Bereich. Danach folgten weitere Publikationen, abhängig von unseren finanziellen Möglichkeiten. Mit dem Aufkommen von Bildbearbeitungsprogrammen für den PC und entsprechender Layout Software wurde es möglich regelmäßig Ausstellungen zu dokumentieren. Bis heute sind 70 Titel erschienen.

Ausstellungen nicht nur im Galerie Spektrum
Ausstellungen zu entwickeln und organisieren, die nicht nur in unserer Galerie gezeigt wurden, hat sich schon sehr früh ergeben. Die erste war „OHR SCHMUCK“ 1984 mit Gerd Rothmann. Die Ausstellung wurde außer in der Galerie Spektrum auch im Gemeentemuseum Arnhem, im Hessischen Landesmuseum in Darmstadt und im Museum Bellerîve in Zürich gezeigt. Danach folgten weitere Wander-Ausstellungen (u.a. 5x Österreichischer Schmuck in 1983, Affenliebe, Hexenbesen und Samurais in 1985, Was Ihr Wollt in 1993, Venezianische Facetten in 1998, Transit-zeitgenössischer Schmuck aus Israel in 2012 und Chronos in 2020/2022.

Auch fanden wir es notwendig, dass der Schmuck nicht nur in Vitrinen gelegt und ausgestellt wird, sondern dass es uns ein Bedürfnis war, für den Schmuck eine Umgebung zu schaffen, in der er sich besser darstellt und erklärt, eine Umgebung die dem Schmuck eigen ist und aus seiner Botschaft heraus kommt.

Installation wie Ausstellung
Die erste Ausstellung, die als Installation präsentiert wurde, war Ohr Schmuck von Gerd Rothmann 1984.

Einige Monate später folgte In Um und Für Gold mit Arbeiten von Gijs Bakker, Emmy van Leersum, Annelies Planteydt, Gerd Rothmann, Michael Rowe, Marianne Schliwinski, Peter Skubic, Jan Tempelman, Jan Wehrens, sowie einem römischen Vorfingerring aus dem dritten Jahrhundert (Prähistorische Staatssammlung München), einem 10g Goldbarren mit Öse von der Dresdner Bank und Musik von Richard Wagner: Rheingold.

Weitere Ausstellungen mit Installationen (Auswahl)
1983 – Marion Herbst – Schmuck
1984 – Bewegte Linien (Johanna Dahm)
1985 – Lam de Wolf
1985 – Jan Wehrens
1985 – Halbzeit (Peter Skubic)
1986 – Lampen und Schmuck (Herman Hermsen)
1987 – Georg Dobler
1988 – Winfried Krüger
1988 – Esther Knobel
1989 – Detlef Thomas – Andreas Treykorn
1990 – Daniel Kruger

Zu klein
Schnell wurde uns bewusst, dass der Raum in der Türkenstraße 96 mit 25m² zu klein für unsere Vorstellungen war. Konsequenterweise zogen wir dann in größere Räume in der Türkenstraße 37 Rgb., wo die Galerie viermal so viel Platz hatte.

Mit der Ausstellung Interno in 1992 begann die Zusammenarbeit mit Ruudt Peters die eine Vielzahl von Ausstellungen zur Folge hatte.

Nachstehend eine Auswahl der Ausstellungen
1993 – Bello – Schmuck und Zeichnungen (Robert Smit)
1993 – Without Guarantee (Peter Skubic)
1994 – Darf es etwas mehr sein hieß eine wunderschöne Ausstellung mit Marion Herbst, die leider ihre letzte sein sollte.
1996 – Mein Schatz (Karl Fritsch)
1998 – Venezianische Facetten (Marianne Schliwinski, Jürgen Eickhoff)
1999 – C’est ainsi que fonctionne la chimie (Anne Lefebre,  Bettina Speckner)

Ortswechesel
Dann folgte der erneute Ortswechsel, München war schon damals ein schwieriges Pflaster was Ausstellungsräume und Mieten betrifft. In den neuen Galerieräumen in der Türkenstraße 24 zeigten wir ab 2000 Ausstellungen:
2000 – Schöne Aussichten (Karen Pontoppidan)
2001 – Pneuma (Ruudt Peters)
2001 – Unsichtbar (Peter Skubic)
2002 – ff Silber- und Emailwaren (Winfried Krüger)
2003 – Verde enigma (Marianne Schliwinski)
2003 – Das Tier in mir (Karen Pontoppidan)
2003 – Vorschläge, Die Preisverleihung (Ted Noten)
2004 – Viel Spass (Jürgen Eickhoff)
2004 – Ein langer Augenblick (Doris Betz)
2004 – Kyoko Fukuchi – Mari Ishikawa
2004 – Azoth (Ruudt Peters)
2005 – Properties (Suska Mackert)
2005 – Wanderungen (Rian de Jong)
2005 – Stefano Marchetti – Graziano Visintin
2006 – Das Eigene und das Fremde (Bettina Speckner)

Nächster Umzug in die Theresienstraße 46 (Ecke Türkenstraße)
2007 – Ikonen des zwantigsten Jahrhunderts (Marianne Schliwinski)
2007 – Esther Knobel – Deganit Stern Schocken
2007- Sefiroth (Ruudt Peters)
2008 – Georg Dobler – Winfried Krüger
2010 – Motionen (Herman Hermsen)
2010 – Flowers and Birds of Michigan (Iris Eichenberg)
2011 – Anima (Ruudt Peters)
2011 – Parallel Worlds (Mari Ishikawa)
2012 – Corpus (Ruudt Peters)
2012 – Schwarm (Nanna Melland)
2013 – Beyond the wall of bookshelves (Marianne Schliwinski)
2013 – Life is juicy – how fragile is your day (Mia Maljojoki)
2014 – Unheimlich (Helen Britton)
2014 – Eine Ordnung des Glanzes (Suska Mackert)
2015 – Terra mutantica (Attai Chen)
2015 – Space (Beppe Kessler)

Und wieder ein Umzug, diesmal nach Karlsruhe in die Gebhardstraße 19.

Karlsruhe
2018 – Wahlverwandschaften (Tanja Mohr, Marianne Schliwinski)
2018 – Georg Dobler – Victor Kraus
2019 – …And The Architect Is Still Facing His Jardin Intérieur (Andrea Wagner)
2019 – Border (Mari Ishikawa)
2020 – Ruudt Peters – Henk de Vroom
2021 – Schmuck und Zeichnung (Winfried Krüger)
2021 – Karin Roy Andersson – Ruudt Peters
2022 – Ramon Puig Cuyàs – Carlos Pinel

Messebeteiligungen (Auswahl)
Art Vienna, Wien
KunstRAI, RAI, Amsterdam
Art-Karlsruhe, Karlsruhe
IHM, München
Tresor, Basel
Lissabon

Im Juli des Jahres findet die IHM in München statt, da wird die Galerie zu Gast bei der Galerie Klaus Lea sein. Gleichzeitig bestücken wir auf der art-Karlsruhe einen 80m² Stand.

Jürgen Eickhoff

Bibliografie
Doornbusch, E. (5 november 2021) Overzicht gastcolumns eerste jubileum 2021. hedendaagsesieraden.nl.

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